Am 1. Oktober 2019 nahmen wir, die Schüler der 5.A, 5.B und der 6.B an diesem Projekt teil.

An der “lebendigen Bibliothek” hat mich besonders beeindruckt, …

  

… dass diese Menschen ihre Geschichte der ganzen Welt erzählen. Viele haben gar nicht den Mut, diesen Schritt zu machen, aber diese Leute erzählen davon, damit  andere Menschen, die dasselbe Problem haben, besser damit umgehen können und dass bei ihnen der Gedanke aufkommt, dass sie nicht alleine damit sind.

Jemand sagte, dass das Leben jede Sekunde beendet werden könnte, aber dass man den Rest des Lebens Zeit hat das zu machen, was man will, wenn man einfach nur sein Leben genießt und was daraus macht, anstatt Angst vor dieser Sekunde zu haben und ja das stimmt eines Tages werden wir sterben, aber diesen Tag wird es nur einmal geben und an allen anderen Tagen stirbt man eben nicht.

Ich denke die “lebendige Bücher” erzählen von ihrem Leben, damit vielleicht andere diese Fehler nicht machen, oder auch dass die Mitmenschen das Gefühl haben verstanden zu werden und ihnen vielleicht ein Teil des Leidens abgenommen wird.

 

… wie offen die Menschen von ihren meist schwierigen und traurigen Situationen in ihrem Leben gesprochen haben. So hat uns eine Mutter einen Text vorgelesen, in dem sie uns beschrieb, wie sie die letzten Stunden und schließlich dann auch den Tod ihrer erst fünf Wochen alten Tochter miterlebt hat. Es war beeindruckend, mit welcher Ruhe sie diesen Text vorgelesen und von ihrer Tochter gesprochen hat. Außerdem hat mich die Geschichte eines Flüchtlings über seine Flucht und seine schlimmen Erlebnisse sehr nachdenklich gestimmt.

Der Nachmittag hat mir damit nochmal klargemacht, dass nichts im Leben selbstverständlich ist, aber vor allen Dingen, dass man sich erst die Geschichte von einer Person anhören und sich in deren Situation hineinversetzen muss, bevor man über diese urteilt.

 

… was der Mann mit einer Spenderlunge alles durchgemacht hat wie er gekämpft hat, wie er jetzt lebt und auf sich aufpasst. Das hat mir klargemacht, dass man nur in schwierigen Zeiten seine wahren Freunde erkennt.

Das man jedem Einzelnen helfen soll, wenn man die Möglichkeit hat, egal was ist. Das man sich bewusst sein soll, welches Glück wir haben gesund zu sein und dass man auf sich aufpassen soll. Das Leben ist ein Geschenk und es kann jede Sekunde zu Ende sein. Wir müssen jede einzelne Sekunde genießen und die mit den Leuten verbringen, die uns wichtig sind. Wir sollen keinen Wert auf materielle Dinge legen. Denn wenn wir mal in einer schwierigen Lage sind, werden die uns auch nicht helfen können. Unsere Familie und Freunde machen uns stark und es ist immer einfacher schwierige Zeiten durchzumachen mit Menschen, die uns wichtig sind. Deswegen müssen wir diese Leute schätzen und helfen so gut wir können.

 

… dass viele der “lebendigen Bücher” etwas Schlimmes erlebt haben und trotzdem offen darüber reden können. Sie alle haben viel Mut, um sich der Neugier und den Fragen zu stellen. Besonders die Geschichte von dem Flüchtling aus Ruanda hat mich sehr bewegt. Seine ganze Familie wurde auf grausamste Weise umgebracht, er ist alleine. Trotzdem lebt er sein Leben, ohne Rachegedanke, ohne alle Leute zu hassen. Und er kann einen noch anlächeln und sagen, dass man sein Leben genießen soll, da alles von einem Augenblick auf den nächsten ändern kann. Auch vor der Pflegemutter habe ich großen Respekt. Sie hat ihr Leben damit verbracht sich um Kinder zu kümmern, die teilweise nicht einmal dankbar dafür sind. Ich habe festgestellt, dass Mitmenschlichkeit den Menschen glücklich macht und ihn erfüllt. Wird die Mitmenschlichkeit jedoch verweigert, kann das schlimme Folgen haben.

 

… wie offen die Leute über ihr Thema geredet haben und dass man sie alles fragen konnte. Alle haben Probleme und einige haben größere als andere. Man muss einfach mehr kämpfen, wenn man es schwerer hat. Außerdem bringt es nichts Leute zu hassen. Nicht dir und nicht der Person, die du hasst.

 

… wie offen die Menschen über ihr Leben erzählen konnten. Denn ich zum Beispiel könnte das glaub ich nicht. Mich hat auch beeindruckt wie die Sterbehelferin so locker über ihre tote Tochter und Großmutter reden konnte. Und ich finde es auch beeindruckend, dass sie durch den Tod dann zu dem Beruf gekommen ist. Mich hat auch der Mann mit seiner neuen Lunge beeindruckt, denn er hatte kein glückliches und normales Leben und trotzdem erzählte er so glücklich, zufrieden und positiv über sein Leben.

 

… wie offen die Menschen waren und wie sie über ihre Erfahrung gesprochen haben. Was diese Erfahrungen ihrem Leben gebracht haben und welche Folgen das für sie, bis heute noch hat. Obwohl diese Erfahrungen schon ein paar Jahre zurückliegen, hat man gehört, wie diese Ereignisse sie heute noch beeinflussen.

… dass solche Geschichten einen so treffen können, obwohl man die Leute nicht persönlich kennt und vorher noch nie gesehen hatte. Man hatte später noch viel über die Geschichten nachgedacht und sie haben einen wachgehalten.

 

… dass Leute, die eine so schlimme Geschichte haben so offen darüber reden können, wenn so viele Leute zuhören. Besonders hat mich das Thema Transsexualität beeindruckt. Da diese Person eine ganz außergewöhnliche Geschichte hat. Traurig fand ich, dass sie von ihrer Familie ausgeschlossen wurde. Aber von den Leuten find ich es toll, dass sie alle gelernt haben, damit zu leben und ihre Geschichte zu erzählen und so andere zu helfen.

… dass diese Leute selbst nicht fair von ihren Mitmenschen behandelt wurden, aber jetzt trotzdem anderen helfen, indem sie damit an die Öffentlichkeit gehen.

 

… dass die Leute so offen mit uns über ihr Leben, Beruf, Krankheit gesprochen haben und uns auch viele Persönliches erzählt haben. Die Leute müssten das ja eigentlich nicht machen, aber trotzdem haben sie sich für uns Zeit genommen und das finde ich echt toll. Ich hätte niemals gedacht, dass mich diese Geschichten so berühren würden.

… dass manche von diesen Menschen so viel tun, um ihren Mitmenschen zu einem schönen Leben zu verhelfen und dabei gar nicht so an sich und das eigene Leben denken. Hierbei denke ich vor allem an die Pflegemutter und die Frau die Sterbende begleitet. Diese Menschen sind echt bewundernswert.

 

… wie die verschiedenen Leute ihr Thema vorbereitet und vorgetragen haben. Es war auch schön. wie offen jede Frage beantwortet wurde.

Diese Erfahrung lehrte mich über Menschlichkeit, dass z.B. wie bei dem Basketballer im Rollstuhl, all seine Freunde und Familie hinter ihm standen trotz seines Unfalls.

 

… die transsexuelle Person, da sie alles aufgegeben hat, um ihren Traum zu verwirklichen. Durch die Verwandlung vom Mann zur Frau, hat sie ihre ganzen Mitmenschen verloren, nämlich ihre Kinder, ihre Verwandten und ihre Freunde. Nur zwei Kusinen haben ihre Entscheidung respektiert und sie nicht ausgeschlossen. Sie war ganz alleine und hatte niemanden außer ihrer Psychologin, die sie unterstützt hatte. Doch trotzdem war sie so fest entschlossen die Operation durchzuführen.

… dass sie alles aufgegeben hat, um sich endlich wohl und angekommen zu fühlen. Das finde ich unglaublich, dass ein Mensch so viel Mut hat! Dies lehrt mich, dass man Menschen respektieren soll, auch wenn sie gegen das „Gesellschaftsbild“ schwimmen. Man soll sie nicht verstoßen, denn sie sind so, wie alle anderen Menschen!

 

 

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