Am 4. Oktober 2018 nahmen wir, die Schüler der 5.Q sowie der 5.A, an diesem Projekt des Roten Kreuzes im Medienzentrum in Eupen teil.

Nicht über Menschen reden, sondern mit ihnen – das war die Philosophie der Lebendigen Bibliothek. Menschen wurden zu Büchern, die sich den Fragen ihrer Leserinnen und Leser stellen. In Kleingruppen erzählten sie von ihren Lebenswegen. 

Besonders beeindruckt hat uns:

„… der Unterschied zwischen ihrem und meinem Leben.“

„… dass die Themen so interessant und abwechslungsreich waren. Weil die Leute erzählten und nicht vorlasen, gab es ein intensiveres Gefühl.“

„… dass jeder Mensch sein eigenes Gepäck mit unterschiedlich schwerem Ballast mit sich herumträgt und ihn gerade das einzigartig macht.“

„… dass alle Fragen auch beantwortet wurden und ein Mann uns sogar seine Narbe von seiner Herztransplantation gezeigt hat.“

„… die Frau, die ihren Freund bei einem Autounfall verloren hat. Sie hat uns mit auf den Weg gegeben, dass es jedes Mal das letzte Mal sein kann, dass man sich sieht und sich deshalb immer im Guten verabschieden soll.“

„… zu sehen, wie schwer der ganz normale Familienvater es hatte, als Islamist angesehen zu werden, obwohl er einfach sein Leben mit der Familie genießen will.“

„… die Geschichte des Obdachlosen, die sowohl schockierend als auch berührend war. Später hat er sich selbst Vorwürfe gemacht, dass er die Menschen auf der Straße übersehen hat. Man urteilt zu schnell über Menschen.“

„… der behinderte Sportler, da er alles ausprobiert und das Beste aus seinem Leben macht.“

„… zu hören, wie es ist, in einem Land zu leben, wo Krieg herrscht. Und dann in ein fremdes Land mit einer komplett anderen Kultur, Lebensweise und Sprache zu gehen.“

„… die Polizistin, weil sie sehr offen war. Ich bewundere sie, wie sie sich durch die Ausbildung geschlagen hat.

 „… dass jeder uns eine persönliche Lebensweisheit mit auf den Weg gegeben hat, zum Beispiel der Aussteiger, er zeigt uns, wie wichtig es ist, dass der Job einem auch wirklich Spaß machen soll.“

„… dass man das Gefühl hatte, willkommen zu sein.“

„Ich habe großen Respekt vor den Menschen, wenn man bedenkt, welchen Weg sie schon gegangen sind.“

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